Medikamente

Medikamente sind synthetische oder natürliche Stoffe, mit denen man die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktion des menschlichen Körpers bzw. seelischer Zustände im heilenden Sinne beeinflussen kann. Wer Medikamente zwanghaft und fortgesetzt ihrer seelischen Wirkung wegen einnimmt, ist abhängig.

Oft wird das (spätere) Suchtmittel während einer ärztlichen Behandlung kennengelernt, und die Einnahme erscheint auch bei selbständiger Fortsetzung „legitimiert“. Medikamentenabhängigkeit bleibt in der Regel lange ohne Behandlung.

Für Medikamente mit Suchtpotential sind im wesentlichen 4 Medikamentengruppen zu benennen:

  • Schmerzmittel (Analgetika)
  • Dämpfende Mittel und Schlafmittel (Sedativa, Hypnotika)
  • Entspannungs- und Beruhigungsmittel (Tranquilizer)
  • Aufputschmittel (Stimulantien, zentral-erregende Mittel)

Benzodiazepinhaltige Tranquilizer und Hypnotika gehören zu den meistverordneten Arzneimitteln in Deutschland. Trotz einer rückläufigen Tendenz werden in der Bundesrepublik noch 831 Mio. Tagesdosierungen (DDD) im ambulanten Versorgungsbereich verordnet. Dieser Rückgang beim Gebrauch Benzodiazepin-haltiger Mittel ist auf der anderen Seite mit einem Anstieg, vor allem bei den Antidepressiva und Neuroleptika, gekoppelt. Bei diesen Mitteln ist seit 1992 eine auffällige Steigerung erkennbar.

Veröffentlicht am 02.12.2017
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