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Einzelbetreutes Wohnen
Therapeutsiche Wohngemeinschaft



Betreutes Wohnen:  
Im Rahmen des Betreuten Einzelwohnens werden Menschen mit einer chronifizierten Suchterkrankung sowie Menschen mit einer Suchterkrankung und einer zusätzlichen psychiatrischen Erkrankung (sog. Doppeldiagnosen) fachlich begleitet.  

 

 

Es handelt sich in der Regel um Menschen: 

  • die chronisch suchtkrank sind
  • deren Erkrankung zu wiederholten Aufenthalten in den Versorgungseinrichtungen der Suchtkrankenhilfe und der psychiatrischen Versorgung führte.
  • deren Hilfebedarf mehrere Stunden pro Woche umfasst, welcher u. a. in Form von aufsuchender Sozialarbeit erbracht werden muss.
  • die häufig schon andere Formen der Behandlung (z.B. stationäre Langzeittherapien) ohne Erfolg durchlaufen haben oder zu solchen Behandlungen keine Bereitschaft zeigten und diese Behandlungsbereitschaft in absehbarer Zeit mit den bisherigen Hilfeangeboten von Suchtberatungsstellen auch nicht zu erreichen sein wird.

 

Ziel der Maßnahme ist es, chronisch Suchtmittelabhängige zu erreichen, sie über ein niederschwelliges, nachgehendes Kontaktangebot in ein Betreuungsprogramm einzubinden und so Mut und Perspektiven für Veränderungen aufzubauen.

Therapeutische Ziele werden dabei als vorläufig definiert und an den Erfordernissen der aktuellen Lebenssituation sowie an den individuellen Ressourcen und Bedürfnissen der Klienten ausgerichtet.

Um einer sozialen Isolation und Entwurzelung der KlientInnen vorzubeugen soll in Anlehnung an das Psychiatriekonzept des Bezirkes Oberbayern ein „Erhalt der Wohnung“

(S.161) und „...ein Verbleiben des psychisch erkrankten und behinderten  Menschen in seiner Wohnung auch bei Schwankungen im Hilfebedarf“ (S. 161) erreicht werden.

Die Leistungserbringung orientiert sich quantitativ und qualitativ am individuellen Hilfebedarf auf der Grundlage eines mit dem Betroffenen (gegebenenfalls mit Angehörigen oder Betreuern) erstellten Hilfeplans. „Betreutes Einzelwohnen“ hat auch aufsuchenden Charakter, d.h. die Leistungen werden überwiegend im individuellen Wohnfeld der KlientInnen erbracht. Die therapeutische Bezugsperson soll eine kontinuierliche Begleitung sein die versucht zu Klienten eine tragfähigen stabilen Beziehung herzustellen und - soweit nicht durch andere Bezugsperson der Betreuten gewährleistet - alle notwendigen Hilfen initiiert und koordiniert (Casemanagement-Funktion).

Im Vordergrund steht die ganzheitliche, nicht nur auf die Krankheit reduzierte Persönlichkeit der KlientInnen, die neben ihren krankmachenden auch gesunde Anteile besitzen, die es zu fördern und zu stärken gilt

Die MitarbeiterInnen des „ Betreuten Einzelwohnens“ sind zur Ermöglichung und Optimierung der Leistungserbringung in das Team der Fachambulanz eingebunden und nehmen in diesem Rahmen an regelmäßigen Fallbesprechungen und Fallsupervisionen teil.

 

Folgende Ziele soll mit dem „ Betreuten Einzelwohnen“ erreicht werden:

  • hinsichtlich der Abhängigkeitsproblematik:
    Die Sicherung des Überlebens, die Verhinderung von schweren körperlichen Folgeschäden, die Sicherung der sozialen Umgebung gegen Beeinträchtigungen sowie die Verhinderung sozialer Desintegrationen ist die Basisarbeit in der Betreuung. Weitere Ziele auf dieser Grundlage können dann das Erreichen längerer Abstinenzphasen, die Einsicht in die Grunderkrankung und die Akzeptanz des eigenen Handlungs- bzw. Hilfebedarfs sein. Der Aufbau und die Stabilisierung von Abstinenzmotivation, die Bewältigung und Verhütung von Rückfallen, sowie der Erwerb oder die Reaktivierung von Kompetenzen für eine befriedigende Lebensführung ohne Suchtmittel betrachten wir als weitere Zielsetzung.
  • Erhalt der Wohnung
  • Erweiterung bzw. Rückgewinnung lebenspraktischer Kompetenzen und Fertigkeiten
  • Förderung sozialer Verantwortlichkeit
  • Erwerb von Kompetenzen im Bereich sozialer Interaktion. Bewältigung sozialer Ängste und Verhaltensdefizite
  • Erweiterung der persönlichen Möglichkeiten zur adäquaten Freizeitgestaltung
  • Hinführung zu einer sinnvollen und geordneten Tagesstrukturierung

 

Die Ziele in der Arbeit mit den KlientInnen sollen durch folgende Maßnahmen erreicht werden:

Leistungsbereiche mit den Klienten:

  • Psychosoziale Betreuung: regelmäßige Hausbesuche mindestens ein Mal pro Woche, bei Bedarf auch tägliche Einzelgespräche im Büro der Betreuer
  • Umgang mit Beeinträchtigungen und Gefährdung infolge der Suchterkrankung hinsichtlich:
    • Abhängigkeit (Suchtverhalten)
    • Antrieb (Depressivität, Selbstwertgefühl)
    • Angstsyndrom
    • Auffassung / Intelligenz
    • Emotionale Instabilität
    • Gedächtnis / Orientierung
    • Köpererleben
    • Körperliche Erkrankung / Behinderung
    • Realitätsbezug (Halluzinationen)
    • Sinnorientierung des Lebens
    • Selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten,
    •  Verhaltensbeeinträchtigungen
    • medizinische Betreuung

Zusammenarbeit mit allen Ärzten und Betreuern der Klienten, bei Bedarf praktische Unterstützung zur regelmäßigen Medikamenteneinnahme und Atemluft- bzw. Drogenkontrolle, Weiterbetreuung auch bei eventuellen Klinikaufenthalten

  • administrative Unterstützung: Beratung und praktische Unterstützung bei der Berufswahl und Arbeitssuche; Zusammenarbeit mit den jeweiligen Arbeitgebern, Arbeitsamt, beruflichen Rehabilitationsträgern und Einrichtungen für tagesstrukturierende Maßnahmen
  • Haushalten und Wirtschaften : Training im Umgang mit Geld (sachgemäßer verantwortungsbewusster Umgang), Wartung und Pflege von Gebrauchs- und Haushaltsgegenständen. Planungshilfe zur Gestaltung und Reinigung der Wohnung, Beratung und praktische Unterstützung bei Kleiderkauf, Möbelkauf, etc.
  • Ernährung, Körperpflege. Hygiene: Hilfestellungen und praktische Unterstützung.

  • Mobilität und Freizeit, Freizeitaktivitäten fördern bzw.  unterstützend begleiten Begleitung überall hin, wo es nötig ist und gefördert werden soll, Selbständigkeitstraining mit dem Ziel einer weiterstmöglichen selbständigen Teilnahme am öffentlichen Leben.

  • Krisenintervention
    • Krisenprävention, bei akuten Krisen situationsangepasste individuelle Hilfen in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten, Therapeuten und gesetzlichen Betreuern und anderen, regionalen Hilfsdiensten. Erarbeiten eines Planes für ein individuelles Krisenmanagement.
    • Sonstige allgemeine Maßnahmen zum Erhalt des Wohnraumes und allumfassende Begleitung in den aktuellen Lebenssituationen der Klienten