Zur Startseite
Werden Sie Mitglied  
 
   

Unsere Präventionsstelle:
Sabine Hausner
Berliner Platz 3
84489 Burghausen
Telefon: 01577-1895994
email: s.hausner@bruecke-burghausen.de
Internet: www.bruecke-burghausen.de


Unsere Beratungsstellen:
Geschäftsstelle Altötting
Bahnhofstraße 50
84503 Altötting
Telefon: 08671/969896
Fax: 08671/969897
email:info@bruecke-burghausen.de
Internet: www.suchtfachambulanz-
altoetting.de


 

Beratungsstelle Burghausen
Berliner Platz 3/II. OG
84489 Burghausen
Telefon: 08677/985598
Fax:08677/985597


 

SKOLL

JuLeiCa
Zum Dunkelparcours
Präventionsangebot für Kindergärten


Einzelbetreutes Wohnen
Therapeutsiche Wohngemeinschaft



Angehörigenberatung:  

Wir beraten Angehörige in Einzel- und Gruppengesprächen.

Die Angehörigengruppe der Suchtfachambulanz Altötting findet Donnerstags außer am letzten Montag im Monat in den Räumen der Beratungsstelle Burghausen statt.

Bitte melden Sie sich, falls Sie teilnehmen möchten unter der Telefonnummer 08677/985598 bei uns an.

Sie können die Leiterin der Angehörigengruppe, Frau Graf-Bauer, Donnerstags von 18:00 bis 18:30 Uhr unter der Telefonnummer 08677/985598 auch direkt erreichen.

Einzelgespräche finden nach Terminvereinbarung unter 08671/969896 für Altötting und unter 08677/985598 für Burghausen in den Räumen der jeweiligen Beratungsstelle statt.

Ein Mensch der mir nahe steht nimmt Alkohol/Drogen, was kann ich tun?

Wie können Eltern, Angehörige, Freunde und Bekannte, Menschen mit Alkohol- oder Drogenproblemen beistehen?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten.

  • Denken Sie daran, Drogen können in jeder Familie aktuell werden
  • Informieren Sie sich über Suchtverhalten und -probleme
  • Akzeptieren Sie, dass vertraute Werte hinterfragt werden, sei dies bezüglich des eigenen Verhaltens oder aber gegenüber altgedienten Werten und Normen
  • Seien Sie offen und nehmen Sie sich Zeit für die Fragen und Probleme Ihrer Kinder

 

 

Beratung im Einzelgespräch

In der Familie:

Bevor die Probleme sichtbar sind:

  • suchen Sie den Dialog miteinander
  • lösen Sie Konflikte partnerschaftlich
  • bleiben Sie mit ihren Kindern im Gespräch; reden Sie über Drogenprobleme, die durch Massenmedien oder Nachbarschaft bekannt werden
  • erziehen Sie Ihre Kinder zum kritischen Konsumieren. Vergessen Sie dabei Ihre Vorbildfunktion nicht.
  • nehmen Sie am Leben Ihrer Kinder aktiv teil: an ihrer Freizeit, ihren Interessen, Schulerfahrungen, Kameraden und Bekanntschaften.

In der Nachbarschaft:

  • pflegen Sie den Kontakt mit anderen Eltern
  • gründen oder schliessen Sie sich einem Elternverein an
  • nehmen Sie am Gemeinschaftsleben teil
  • pflegen Sie einen guten Kontakt zu den Lehrpersonen Ihrer Kinder
  • engagieren Sie sich in Projekten zur Gesundheitsförderung und Steigerung der Lebensqualität in Ihrem Quartier oder in Ihrer Gemeinde
  • intervenieren Sie bei politischen und schulischen Autoritäten, schlagen Sie gesundheitsfördernde Massnahmen vor

Wenn die Probleme sichtbar werden:

Die Anzeichen eines Drogen- oder Alkoholproblems müssen genau beobachtet werden. Nur auf Grund eines Verdachtes, dürfen Sie nicht unverhältnismässige Massnahmen ergreifen.

Bei Jugendlichen sollten Sie aufmerksam werden, falls er/sie:

  • sich in der Schule nicht mehr anstrengen will
  • sich überhaupt nicht mehr am Familienleben beteiligt
  • den Kontakt zu seinen bisherigen Freunden abbricht
  • die Gewohnheiten sehr stark verändert
  • sehr unausgeglichen ist, einmal überschwenglich dann apathisch
  • verharmlosend oder idealisierend über Suchtmittel redet
  • zerstreut, unkonzentriert und geistig apathisch ist
  • öfters ohne Angaben von zu Hause wegbleibt
  • scheinbar grundlos schwitzt und zittert

Falls MEHRERE dieser Verhaltensweisen über LÄNGERE Zeit zu beobachten sind, könnten eventuell erste Kontakte zu Suchtmitteln stattgefunden haben. Dramatisieren Sie nichts, aber reden Sie offen und ehrlich über Ihre Ängste

  • Wenn es offensichtlich ist, dass ein Problem besteht, versuchen Sie mit dem Betroffenen zu reden, aber möglichst ohne Vorwürfe und Klagen.
  • Falls er oder sie sich weigert, das Problem zu sehen oder irgend etwas zu verändern, kann die Familie sich von Fachleuten beraten lassen.
  • Halten Sie den Dialog offen und versuchen Sie, Ihr Kind für andere Aktivitäten zu interessieren
  • Suchen Sie den Kontakt zu Beratungsstellen oder Elternselbsthilfegruppen 

Sobald die Betroffene Person etwas gegen ihr Abhängigkeitsproblem unternehmen will:

Das Leugnen:

Weil die Einsicht in Ihre Abhängigkeit der suchtkranken Person unerträglich scheint, leugnet bzw. bagatellisiert sie den Suchtmittelkonsum.

Sie hat tausend Gründe, um ihren Suchtmittelkonsum zu rechtfertigen. Alles Zureden, alles Bitten, alle Vorwürfe nützen nichts, ja steigern gar ihren Konsum, denn sie fühlt sich unverstanden, ungeliebt, aber auch schuldig.

Solange Abhängige keine Einsicht in Ihre Krankheit haben, solange kann ihnen auch nicht geholfen werden.

Die Co-Abhängigkeit:

Oft wird das Leben der Angehörigen auch vom Suchtmittellkonsum der abhängigen Person beherrscht.

Aus Liebe, aus Angst, dass die Abhängigkeit am Arbeitsplatz und in der Umgebung bekannt wird, dass die Familie auseinanderbricht, helfen die Angehörigen den Betroffenen aus den Schwierigkeiten. Sie wenden alle Kräfte auf, um das Suchtverhalten zu vertuschen.

Und ohne es zu wollen, unterstützen sie damit die Abhängigkeit: der oder die Suchtkranke kann weitertrinken, denn alles geht ja gut.

Der Suchtmittelkonsum der suchtkranken Person beherrscht auch die Angehörigen; sie werden mit-abhängig. Sie sind meist überfordert, verlieren die Hoffnung, vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse und tragen häufig selber seelische Schäden davon.

Zuerst - sich selber helfen:

Zunächst müssen Angehörige lernen, sich von der Macht, den Suchtmittelkonsum der oder des Abhängigen auf sie ausübt, zu befreien. Es ist unnütz, Suchtkranke am Konsum zu hindern, ihnen sämtliche Schwierigkeiten aus dem Weg räumen zu wollen.

Dies bereitet den Angehörigen oft Schwierigkeiten, sie fühlen sich verantwortlich und daher selbst schuldig, wenn sie das suchtkranke Familienmitglied die Folgen seines Suchtmittelkonsums selber tragen lassen. Und doch ist dies der einzige Weg, um bei Abhängigen die Krankheitseinsicht zu fördern.

Das eigenen Verhalten ändern:

Indem die Angehörigen aufhören, die suchtkranke Person vor den Folgen ihres Suchtmittelmissbrauchs zu schützen, indem sie nicht mehr versuchen, deren Suchtmittelkonsum zu kontrollieren, nötigen sie diese, sich mit den Konsequenzen ihres Verhaltens auseinanderzusetzen.

Dies gibt Angehörigen die Gelegenheit, sich um sich selber zu kümmern. Sie können eigene Bedürfnisse einbringen und auf ihre Gesundheit achten. Dies ist wichtig! Denn nur wer selber stark ist, kann anderen helfen.

Wie können wir anderen Helfen?

Bevor die Probleme sichtbar sind:

  • seien Sie offen und aufmerksam
  • seien Sie aktiv und unternehmen Sie gemeinsam etwas
  • suchen Sie den Dialog
  • seien Sie nicht zu streng und intolerant
  • erlauben Sie, dass Ihr eigenes Verhalten in Frage gestellt wird
  • vermeiden Sie direkte Anklagen und Vorwürfe aber: schliessen Sie Ihre Augen gegenüber Suchtproblemen nicht, unterstützen Sie den Konsum nicht, indem Sie schweigen
  • setzen Sie klare Grenzen und sagen Sie, was Sie akzeptieren und was nicht
  • bleiben Sie Ihrer Einstellung gegenüber treu

Wenn die Probleme offensichtlich sind und die Betroffenen sie abstreiten:

  • werden Sie kein stiller Komplize, bleiben Sie aufmerksam, versuchen Sie die Probleme anzusprechen
  • setzen Sie klare Grenzen
  • klären Sie Ihre persönliche Einstellung und Ihr Verhalten, damit die Person, die Schwierigkeiten hat, kohärente Modelle sieht
  • vermeiden Sie Vorwürfe und Moralpredigten
  • unternehmen Sie mit ihr oder ihm andere Aktivitäten
  • vermeiden Sie Drohungen und Erpressungsversuche, die Sie dann nicht einhalten können
  • suchen Sie Hilfe bei SpezialistInnen oder Selbsthilfegruppen

Falls die betroffene Person sich entschieden hat, etwas zu unternehmen:

  • spielen Sie nicht den Therapeuten
  • schenken Sie Vertrauen
  • akzeptieren Sie Veränderungen